Dozentin Annett Walter gestaltete für den Kurs zur Pflegedienstleitung der maxQ. Fachakademie Neubrandenburg einen spannenden und praxisnahen Unterrichtstag zum Thema Forschung in der Pflege.
Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie Pflegeforschung aufgebaut ist und wie wissenschaftliche Erkenntnisse in der Praxis entstehen. Zuvor hatten die Teilnehmenden im Unterricht bereits den Pflegeforschungsprozess kennengelernt, der als Grundlage für ein besseres Verständnis wissenschaftlicher Arbeit in der Pflege diente.
Ein besonderer Fokus lag auf der Datenerhebung, einem zentralen Schritt im Forschungsprozess. Dazu besuchte der Kurs die NAKO-Gesundheitsstudie im Bonhoeffer Klinikum Neubrandenburg, die in Deutschland über einen Zeitraum von 30 Jahren Gesundheitsdaten von rund 205.000 Menschen im Alter von 20 bis 69 Jahren erhebt. Ziel der Studie ist es, langfristig Ursachen verschiedener Volkskrankheiten wie Diabetes oder Alzheimer besser zu verstehen.
Nach einer Einführung in die Abläufe erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Räumlichkeiten und konnten anschließend in Gruppen aktiv an der Datenerhebung teilnehmen – unter anderem bei Untersuchungen wie Herzultraschall, Augenuntersuchungen oder Blutentnahmen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig standardisierte Abläufe für vergleichbare und wissenschaftlich belastbare Daten sind.
Auch die Bedeutung von kontinuierlicher Teilnahme der Proband:innen wurde erläutert, um langfristige und aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen. In einer anschließenden Präsentation erhielten die Teilnehmenden weitere Hintergründe zur Studie und konnten selbst Untersuchungen wie Handkraftmessung oder Geruchstests erleben.
Der praxisnahe Tag bot den angehenden Pflegedienstleitungen wertvolle Einblicke in den Forschungsprozess und zeigte eindrucksvoll, wie eng Wissenschaft und Pflegepraxis miteinander verbunden sind.
