
Bundesministerium für Arbeit und Soziales und der Europäischen Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) im Rahmen der Sozialpartnerrichtlinie „Wandel der Arbeit sozialpartnerschaftlich gestalten: weiter bilden und Gleichstellung fördern“
01.10.2025 – 30.09.2028
Übergeordnetes Ziel des Projektes ist es, die vorwiegend weiblichen Beschäftigten im dynamischen Sektor der Altenpflege dazu zu befähigen, an Veränderungsprozessen zu partizipieren und diese im Sinne ihrer beruflichen Autonomie und persönlichen Selbstwirksamkeit aktiv mitzugestalten. Dabei stehen die Stärkung der (über-)fachlichen Kompetenzentwicklung auf individueller Ebene, sowie die Schaffung kompetenzorientierter Teamstrukturen im Vordergrund.
Das Konzept für „Pflege schafft Veränderung“ sieht eine Betrachtung der Kooperationsunternehmen als ganzheitliche Systeme vor, sodass von Beginn an alle Einrichtungen der Träger eingebunden werden. Im ersten Schritt erfolgt eine partizipative Belastungs- und Ressourcenanalyse, um die unterschiedlichen Bedürfnisse und Rahmenbedingungen der Teams zu erfassen. In einem zweiten Schritt werden die Ergebnisse gemeinsam mit den interdisziplinären Berufsgruppen analysiert und so teamindividuelle Veränderungspotenziale identifiziert. Hieran anschließend werden Team-Workshops durchgeführt, die für den Zusammenhang zwischen persönlicher Kompetenzentwicklung, Arbeitsfähigkeit und Teamstruktur sensibilisieren.
Im zweiten Projektjahr werden dann die Beschäftigten bei der Umsetzung der erarbeiteten Potenziale engmaschig begleitet. Neben dem Projektteam werden dazu parallel sog. „Mentor:innen für Veränderungsprozesse in der Pflege“ qualifiziert, die eine nachhaltige Ergebnisverstetigung gewährleisten und die Etablierung einer Kultur kontinuierlicher, kleiner Veränderungsschritte vorantreiben. So werden die Selbstwirksamkeit der Mitarbeitenden sowie eine unternehmensweite, partizipative Teamkultur langfristig gestärkt.

