Neuer Anstrich mit besonderem Flair

Neuer Anstrich mit besonderem Flair

Auszubildende der "maxQ. Schule für Ergotherapie" aus Heidelberg verschönern nach vorheriger Absprache mit den Kindern fünf Räume des Awo-Kreisverbandes, unter anderem die Küche im Stadtteil Schönau mit einem Dschungelmotiv.

Von Heike Warlich-Zink

Mannheim. Ein ziemliches buntes Projekt realisieren gerade die Schülerinnen und Schüler des ersten Ausbildungsjahres an der "maxQ. Schule für Ergotherapie" aus Heidelberg in der Quadratestadt. In zwei Tagesgruppen des Awo Kreisverbands Mannheim erhalten insgesamt fünf Räume einen neuen Anstrich: In Schönau wird die Küche zum "Dschungel", ein Gruppenraum erhält karibisches Flair. In der Neckarstadt haben sich die künftigen Ergotherapeuten in Absprache mit den Kindern auf Szenen bekannter Märchen geeinigt, die eine Kuschelecke verschönern."

Außerdem erhalten zwei Räume, in denen Hausaufgabenbetreuung stattfindet, eine Verschönerung der Fenster, beziehungsweise wir lassen ‚Fenster‘ für diejenigen entstehen, die von ihrem Platz aus auf die Wand schauen", erzählt Rike Patzelt. Sie ist eine von 16 Männern und Frauen im Alter von 18 bis 54 Jahren, die sich an dem Sozialprojekt beteiligen, das den Auszubildenden zugleich praktische Erfahrungen im Projektmanagement vermitteln soll.

Absprache mit den Kindern

Erfahrung Nummer eins: Ein Projekt läuft selten exakt so, wie auf dem Papier geplant. "Wir wollten ursprünglich einen Raum in einer sozialen Einrichtung verschönern. Jetzt sind es fünf in zwei Einrichtungen geworden. Daher haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt", sagt Pascal Pareick, Projektleiter der Gruppe, die in der Johann-Weiß-Straße in der Neckarstadt den Pinsel schwingt. Sein Pendant im Albert-Fritz-Weg 12 (Schönau) ist Margarete Hormann.

Im April 2017 hatten die Schüler zunächst verschiedene soziale Einrichtungen angeschrieben und ihre Idee vorgestellt, gemeinsam mit Kindern ein kreatives Projekt zur altersgerechten Gestaltung ihrer Lebenswelt zu entwickeln und umzusetzen. "Dabei verfolgen wir zugleich den betätigungsbasierten Ansatz aus der Ergotherapie", betonte Pareick. Ende Mai beriet man bereits mit den Jungen und Mädchen in den Awo-Tagesgruppen über Motive und Wandgestaltung. "Teil unserer Projektaufgabe ist es auch, die Maßnahme zu finanzieren und zu dokumentieren", berichtete der Projektleiter weiter.

Die Anfragen bei großen Stiftungen seien zwar ergebnislos verlaufen, "doch wir haben durch persönliche Ansprache dennoch Unterstützer gefunden", sagte Nory Layer. Neben dem Bauhaus Heidelberg, das einen Gutschein beisteuerte, unterstützte der Kinderkleider- und Spielwarenmarkt Wiesloch die gute Idee mit einer stattlichen Summe. "Die Niederlassung eines Unternehmens für Malerbedarf hat uns zudem Farbe und Pinsel gespendet", ergänzte Pareick, dass dieser Sponsor nicht namentlich genannt, sondern dafür lieber Bilder vom fertigen Ergebnis zugesandt haben möchte.

Diese werden nicht mehr lange auf sich warten lassen, denn in beiden Awo-Tageseinrichtungen sind die Verschönerungsarbeiten in vollem Gange. "Wir haben länger überlegen, wie wir Rapunzel oder die sieben Zwerge maßstabsgetreu an die Wand bekommen", berichtete die Gruppe von ihrer Ideenfindung, die Motive per Beamer auf den Untergrund zu werfen, dann die Konturen nachzumalen und einzelne Elemente wie Bäume, Blumen oder einen Regenbogen frei Hand einzufügen. "Erst hatten wir daran gedacht, Schablonen anzufertigen, aber das wäre kompliziert geworden".

Dozentin Jacqueline Horn ist ebenfalls zufrieden. Sie begrüßt es, dass an der Schule seit einigen Jahren Sozialprojekte durch die Azubis entwickelt werden. "Die Schüler lernen dabei, wie man Dinge organisiert und Absprachen trifft", sagte sie. Teamfähigkeit werde ebenso gefördert wie das Bewusstsein für gemeinnütziges Handeln.

Dass in diesem Jahr aus einem Projekt gleich zwei mit wiederum mehreren Teilprojekten geworden seien, hat sie beeindruckt. "Ich finde es toll, dass die Gruppe beide Bewerber berücksichtigt hat. Allerdings muss die Umsetzung in den veranschlagten Zeitrahmen von 80 Unterrichtseinheiten passen und ich hoffe, es haut zeitlich hin wie geplant", sagte Horn.

Quelle: rnz.de
Foto: vaf

Auszubildende der "maxQ. Schule für Ergotherapie" aus Heidelberg verschönern nach vorheriger Absprache mit den Kindern fünf Räume des Awo-Kreisverbandes, unter anderem die Küche im Stadtteil Schönau mit einem Dschungelmotiv. Foto: vaf

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