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Kennen Sie Walkability?

Großer Einfluss der Fußgängerfreundlichkeit von Städten auf Gesundheit der Bevölkerung

„Walkability“ übersetzt sich ins Deutsche am ehesten mit „Fußläufigkeit“ oder "Fußgängerfreundlichkeit"- eine direkte Entsprechung haben wir nicht.

Warum ist dieser Begriff so interessant? In der Diabetesforschung sind die unterschiedlichen regionalen Prävalenzen für Typ 2- Neuerkrankungen in den vergangenen Jahren in den Fokus gerückt. Nicht nur sozioökonomische Benachteiligung (niedriger sozialer Status, geringer Verdienst, niedriges Bildungsniveau), sondern auch die strukturellen Bedingungen des Wohnortes beeinflussen maßgeblich das Risiko, an Typ 2 Diabetes zu erkranken. Die „Walkability“ einer Region bemisst sich in den vorhandenen Grünflächen und der Möglichkeit, Dinge des Alltags zu Fuß erledigen zu können. Hier sinken in gleichem Ausmaß das Adipositas-Risiko, die Diabetes-Inzidenz und die Belastung durch Lärm und Feinstaub. In Regionen mit geringer Fußgängerfreundlichkeit und damit einhergehendem hohen Verkehrsaufkommen stieg das Risiko, an Diabetes zu erkranken, um 30%.

Lesen Sie die Studie im Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes 2018 auf S. 15.!

Liste der fußgängerfreundlichsten Städte in Deutschland