Projekt: „Entwicklungs- und Qualifizierungskonzept für die Personal-, Produkt- und Organisationsentwicklung in der Berliner Gesundheitswirtschaft“
gefördert durch die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales sowie den Europäischen Sozialfonds (01.04.2007 – 31.10.2007)
Berlin, die „Gesundheitshauptstadt"
Berlin hat sich zu einer starken Gesundheitswirtschaftsregion entwickelt mit Leistungszentren der Spitzenmedizin, innovativen medizintechnischen, biotechnolo-gischen und pharmazeutischen Industriestandorten sowie einer großen Zahl wissenschaftlicher und Forschungseinrichtungen.
Als Bundeshauptstadt liefert Berlin den gesundheitspolitischen Entscheidungsträgern und Interessenvertretern ein Epizentrum für Ideen und Debatten. Jährlich finden hier viele wichtige Tagungen, Kongresse und Messen zu Top-Themen der Gesundheitswirtschaft statt.
Daneben bietet Berlin eine gut ausgeprägte Versorgungsstruktur in der Breite mit vielen innovativen Ansätzen.
Rege Aktivitäten, um Berlin zur „Gesundheitshauptstadt" zu machen, werden unternommen (www.healthcapital.de ).
Ausgangsüberlegung
Der Gesundheitswirtschaft werden für die Zukunft große Umsatzsteigerungen und auch eine positive Beschäftigungsentwicklung vorhergesagt. Zugleich steht die Branche unter einem erheblichen Modernisierungsdruck. Als äußerst personalintensiver Wirtschaftsbereich erfordert der Wandel eine große Zahl qualifizierter Beschäftigter, die in der Lage sind, die Veränderungen umzusetzen und in ihr berufliches Handeln zu übertragen. Doch genau hier findet sich ein gravierendes Entwicklungshindernis:
„Qualifizierte Arbeit in der Gesundheitswirtschaft präsentiert sich bereits heute als ein gravierender Engpassfaktor im Prozess der Modernisierung. (…) Neben den belastenden Arbeitsbedingungen und einem demographisch bedingten Rückgang des Arbeitskräftepotenzials sind es vor allem uneingelöste Qualifizierungsbedarfe, welche die Entwicklungs- und Modernisierungschancen der Gesundheitswirtschaft derzeit ausbremsen." (Bandemer, Stephan von / Evans, Michaela / Hilbert, Josef 2004)
Viele Fragen …
Gefördert durch die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds haben die Kooperationspartner des Projekts – maxQ. (bfw) und das Institut Arbeit und Technik (IAT) – in den sieben Monaten zwischen April und Oktober 2007 folgende Fragen bearbeitet:
- Wie entwickelt sich die Beschäftigung in ausgewählten Teilmärkten der Berliner Gesundheitswirtschaft – rückblickend und mit Blick auf die Zukunft?
- Welches sind die relevanten Einflussfaktoren für Veränderungen in der Berliner Gesundheitswirtschaft? Wie prägen sich die allgemeinen Veränderungstreiber, die Megatrends der Gesundheitswirtschaft in Berlin aus?
- Welche strategischen Handlungsfelder für Aus-, Fort- und Weiterbildung lassen sich für die Berliner Gesundheitswirtschaft benennen?
- Welche Eckpunkte für innovative Qualifizierung lassen sich daraus ableiten? Welche Qualifikationsanforderungen und –inhalte sind bereits gegenwärtig wichtig, aber noch nicht genügend umgesetzt, welche werden in Zukunft an Relevanz gewinnen?
… und die Suche nach Antworten
Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, wurde in den sieben Monaten wurden folgende Projektaktivitäten durchgeführt:
- Analyse der für die Berliner Gesundheitswirtschaft relevanten Veröffentlichungen
- Auswertung öffentlich verfügbarer Statistiken
- insgesamt 23 leitfadengestützte Experten-Interviews
- zwei Diskussionsrunden mit Experten der Berliner Gesundheitswirtschaft, u.a. auf dem Hauptstadtkongress 2007
- weitere Netzwerkkontakte und Austausch mit der Fachöffentlichkeit
Trends, Thesen und Handlungsempfehlungen
Am 28. November 2007 wurden die Ergebnisse im Rathaus Schöneberg – unter Anwesenheit von Frau Staatssekretärin Kerstin Liebich – einem kompetenten Publikum präsentiert.
Informationen über die Ergebnisse finden Sie hier:
Abschlusspräsentation
Vortrag IAT
Projektbericht
